BITTE tut das nicht, das nervt

27 Mai

Szenario: Miri im Supermarkt (speziell dieser Supermarkt wird fast nur von Muttis und Rentnern aufgesucht, egal, zu welcher Uhrzeit man da hingeht, seltsam) mit angeschlossener Poststelle. Ich hatte 2 große Ikeataschen mit Päckchen dabei, hab mich durch die Regalreihen gekämpft. Vor mir eine Mutti mit Kind, die einen Umschlag in der Hand hielt. Ich an ihr vorbei, Richtung Poststelle, Kind war noch am Trödeln. Mutti stellt sich dann nach einer WEile hinter mir an und sagt LAUT: „Schau, jetzt müssen wir halt warten, wir haben ja nur einen Brief, aber die FRAU VOR UNS hat ganz viele Briefe. Warten wir halt!“.

WTF soll das?? Ich darauf: „Wollen Sie vielleicht vor?“ Sie: „Oh (heuchlerisch erstaunt) echt, darf ich?“. Ich wieder: „Darum haben Sies ja gesagt, oder?“ und lasse sie vor. Sie hat nur noch „danke auch“ gestammelt.

Kann man als erwachsener Mensch nicht einfach mal FRAGEN, ob man vor darf? Ist das so schwierig? Ich hätt sie auch so vorgelassen, wenn das Kind zum Quengeln angefangen hätte, aber diese blöden „Schau mal, die Frau da hat aber viele SAchen, das dauert sicher sehr lange“-Sätze in laut sind dermaßen bäh… Und das Kind lernt auch nichts dabei.

Also BITTE, lasst das einfach, fragt, ob ihr vordürft und ich denke, dass Euch die meisten auch vorlassen, ein quengelndes Kind ist für niemanden lustig, daher macht mans gern. Und manchmal sogar aus reiner Menschenfreundlichkeit 🙂

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9 Antworten to “BITTE tut das nicht, das nervt”

  1. Wortman Mai 27, 2011 um 10:22 am #

    Da wäre ich ja anders gewesen. Ich hätte auch gefragt und bei ihrem „darf ich?“ käme dann ein NEIN 😉 Mit der Begründung, so viel zum Thema maulen hinterm Rücken… 🙂

  2. Taylor Maid Mai 27, 2011 um 10:57 am #

    Wenns denn ein Maulen gewesen wär, aber so wars ja „taktisch klug“, haha… Sie hats schon gemerkt, dass es daneben war, war ihr sehr peinlich…

    • Wortman Mai 27, 2011 um 11:33 am #

      Vielleicht hättest noch sagen sollen „na, ziemlich peinlich, oder?“ 🙂

  3. Verena Mai 27, 2011 um 12:19 pm #

    Hallo Miriam,
    das mit den Rentnern und Muttis hat einen ganz einfachen Grund. In unmittelbarer Nähe sind ein Heim für Betreutes Wohnen und eine Seniorenresidenz. Die Muttis … Kindergarten, Grundschule, Hauptschule, Bücherei, Turnhalle und Rathaus sind nur einen Katzensprung entfernt. Es gibt in K. einen regen Fahr- und Abhholdienst bei den Müttern, die die Zwischenzeit zum Einkauf in diesem Supermarkt nutzen. Was die „angeschlossene Poststelle“ zwischen Fischtheke und Tiefkühlregal angeht, das ist so ein Fall für sich. In Sachen Briefe/Postkarten bin ich auf den lmf-Postservice umgestiegen. Annahmestelle ist bei „Kandler“ in der Kirchstraße.
    Herzliche Grüße, Verena (aus K. bei Augsburg)

  4. sewvintage Mai 27, 2011 um 2:45 pm #

    Hu, der Wink mit dem Vorschlaghammer. Sehr subtil.

    • Nanny Mai 28, 2011 um 7:41 am #

      Kommt auf die Uhrzeit an.
      Abends um 18 uhr lasse ich keine Rentner und Muttis mit Kindern vor – egal ob die quängeln. Da komme ich nämlich von der Arbeit und hab meinen Beitzrag zu Rente und Kindergeld geleistet – und dann will ich auch schnell nach hause.
      Montags, an meinem freien Tag lasse ich vormittags beim Wocheneinkauf auch gerne jemanden vor.

  5. Taylor Maid Mai 28, 2011 um 9:26 pm #

    @Verena: Hi, was ist denn lmf?? Ich find die Poststelle gar nicht so schlecht, ist halt ein bisschen doof, weil man mit Sack und Pack durch den ganzen Markt muss, war früher besser, als sie noch draußen war.

    Das mit dem betreuten Wohnen und dem Kindergarten erklärt alles. Es sind wirklich EXTREM viel Muttis und Kinder unterwegs 🙂 Aber schön, von Dir zu hören. Wie ist denn das Kleid geworden??

    LG Miri

    @Nanny: quengeln geht ja noch, aber auf diese Art „subtil“ quengeln find ich scheiße. Dann lieber ehrlich fragen, ich habs nie sooo eilig, meine Pause ist ja eine halbe Stunde. Aber dieses „Die Frau da….“ hasse ich…

  6. Verena Mai 29, 2011 um 8:37 am #

    Hallo Miri,
    lmf ist die Logistic-Mail-Factory. Der Sitz ist in der Curt-Frenzel-Straße in Augsburg. (www.logistic-mail-factory.de)Eine Briefmarke für einen Standardbrief kostet dort nur 50 Cent. Es gibt spezielle Briefkästen oder Annahmestellen.
    Das Kleid liegt fertig zugeschnitten in der Schublade. Ich werde es im Nähkurs bei Reste-Maier unter Anleitung nähen. Ich stehe noch auf der Warteliste, kann aber nicht mehr lange dauern…
    Ich bin gestern übrigens in einem Supermarkt (mit drei Teilen auf dem Arm) gefragt worden, ob ich vorgelassen werden möchte. Da musste ich doch sofort an deinen Beitrag denken. Ich hatte weder was gesagt noch „bettelnd“ geschaut. Als ich dankend ablehnte, gab ich jedoch eine Begründung: „Ich habe Zeit.“

    Ich lese deine Beiträge immer sehr gerne, die Fotos sind wirklich einen Blick wert – rundum gelungen!
    Verena

  7. Lady Helvetia Juni 15, 2011 um 9:52 am #

    Liebe Miri, hart aber gerecht!
    Ich bin auch so, und wir wissen beide, es hat Vor und Nachteile… 🙂

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